Für mehr Planungssicherheit: Klimaprojektionen

Vorausschauende Entscheidungen brauchen gute Grundlagen.

Ein mächtiges Werkzeug zum Blick in die Zukunft sind in der Wissenschaft die Klimamodelle. Dahinter verbergen sich enorme Computerprogramme, die das Klimasystem der Erde simulieren.

Verlässliche Modelle seit 30 Jahren

Die Klimaforschung verwendet Klimamodelle bereits seit über 30 Jahren und verbessert diese stetig. Der weltweite Temperaturanstieg bewegt sich heute in dem Schwankungsbereich, den der Weltklimarat (IPCC) schon 1990 in seinem ersten Sachstandsbericht erwartet hat. Der Vergleich zeigt, dass die Klimamodelle sehr verlässlich sind, vor allem, wenn es um die globale Erwärmung geht. 

Verschiedene Klimaszenarien für unterschiedliche Rahmenbedingungen

Um mithilfe der Klimamodelle noch mehr über die Zukunft zu erfahren, nutzen Forschende unterschiedliche Klimaszenarien. So lassen sich verschiedene mögliche Zukünfte abbilden und unterschiedliche globale Trends, zum Beispiel zu Treibhausgasemissionen, Bevölkerungswachstum oder Änderungen der Landnutzung, einbeziehen. 

  • Wird die Politik Rahmenbedingungen schaffen, welche die Emissionen schnell senken?
  • Werden technologische Innovationen den Klimaschutz vorantreiben? 

Szenarien zeigen also keine realen Entwicklungen, sondern „mögliche Zukünfte“. Sie funktionieren nach dem Wenn-Dann-Prinzip: Wenn eine bestimmte Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre ist, dann passiert dies oder jenes.

Deshalb spricht man in der Wissenschaft bei Simulationen über mehrere Dekaden meist von Klimaprojektionen und nicht von Klimavorhersagen.

Projektionen für verschiedene Szenarien

Die meisten Klimaprojektionen reichen bis zur Mitte (2030 bis 2060) und bis zum Ende (2070 bis 2100) des Jahrhunderts. 

Die Klimaprojektionen für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern orientieren sich an den globalen Projektionen des IPCC

In dem sechsten Sachstandsbericht (AR6) werden folgende Szenarien (PDF) betrachtet:

  • SSP1-2.6: Der nachhaltige, grüne Weg mit viel Klimaschutz
  • SSP2-4.5: Der mittlere Weg mit ein bisschen Klimaschutz
  • SSP3-7.0: Regionale Rivaliäten, mehr Nationalismus
  • SSP4: Ungleichheit, auch bei der Umweltpolitik
  • SSP5-8.5: Fossile Entwicklung mit wenig Klimaschutz