Klima und Kompetenz in Mecklenburg-Vorpommern
Klima ist ein weit interdisziplinäres Thema. Wir sortieren Fragestellungen und diskutieren mit Ihnen. Hier finden Sie Beispiele unserer Angebote.

Beratung Klimaschutz
Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK)
Um natürliche und genutzte Ökosysteme zu verbessern, hat die Bundesregierung 2023 das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) gestartet. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit von Wäldern, Mooren, Wiesen, Auen gegenüber der Erderwärmung zu erhöhen und ihre Funktion als Kohlenstoffspeicher zu stärken.
Regionalbüro ANK Mecklenburg-Vorpommern
Zur Unterstützung der Umsetzung des ANK wurden regionale Anlaufstellen eingerichtet. In Mecklenburg-Vorpommern ist das Regionalbüro im Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt.
Das Regionalbüro berät und begleitet potenzielle Vorhabenträger, z. B. Privatpersonen, Verbände, Stiftungen, Kommunen, Unternehmen oder Großschutzgebiete, bei der Planung und Umsetzung von Projekten des natürlichen Klimaschutzes. Die Aufgaben umfassen:
• Information über Fördermöglichkeiten im Rahmen des ANK
• Unterstützung bei der Entwicklung von Projektanträgen
• Vernetzung geeigneter Partnerinnen und Partner
Unter Beteiligung des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurden bereits zahlreiche Projekte des natürlichen Klimaschutzes gestartet. Dazu zählen beispielsweise großangelegte Modellvorhaben zur Wiedervernässung von Mooren, zur Entwicklung von Seegraswiesen und zur Ausbildung von Moorschutzspezialisten.
ANK-Büro MV
Regionalbüro ANK M-V
Natürlicher Klimaschutz nutzt die Fähigkeit intakter Ökosysteme, Kohlenstoff zu binden und langfristig zu speichern. Wälder, Wiesen, Moore, Meere sowie weitere Landschaftsformen tragen wesentlich dazu bei, den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre zu regulieren.

Durch Entwässerung von Mooren, Abholzung von Wäldern, Begradigung von Flüssen oder Bebauung von Auen sind viele dieser Ökosysteme in der Vergangenheit geschädigt worden. Statt Kohlenstoff zu speichern, stoßen sie teilweise selbst Treibhausgase aus und verstärken so die Erderwärmung.
Der natürliche Klimaschutz verfolgt das Ziel, die Speicherfunktion und Widerstandskraft von Ökosystemen wiederherzustellen und zu stärken und das im Einklang mit dem Schutz der biologischen Vielfalt. Zu den Maßnahmen zählen u. a. die Wiedervernässung von Mooren, die Entwicklung klimaangepasster Wälder, die Sicherung von Wildnisflächen sowie Beiträge aus Siedlungsbereichen wie Baumpflanzungen, die Gestaltung naturnaher Gewässer oder die Verringerung der Bodenversiegelung.
- Schutz und Wiedervernässung von Mooren
- Verbesserung des Wasserhaushalts an Flüssen, Seen und Auen
- Schutz von Meeren und Küsten
- Entwicklung von Wildnisflächen und Schutzgebieten
- Stärkung naturnaher Waldökosysteme
- Erhalt von Böden als Kohlenstoffspeicher
- Natürlicher Klimaschutz in Siedlungs- und Verkehrsflächen
- Datenerhebung, Monitoring und Berichterstattung
- Forschung und Kompetenzaufbau
- Zusammenarbeit auf EU- und internationaler Ebene
Eine ausführliche Darstellung bietet die Publikation des Bundesumweltministeriums zum ANK (Kabinettsbeschluss vom 29.03.2023).
Fachstelle Klimawandel und Klimaanpassung
Die Fachstelle Klimawandel und Klimaanpassung ist am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) verankert.

Die Kolleginnen und Kollegen beraten und unterstützen die Landkreise und Gemeinden bei der Ermittlung und Nutzung der erforderlichen Daten und Informationen für die Erstellung der Konzepte. Dies umfasst beispielsweise die Bereitstellung von regionalisierten Klimadaten aus der Vergangenheit und der Zukunft sowie von Beispielmaßnahmen (Best-Practice-Beispiele).
Über die Fachstelle Klimawandel und Klimaanpassung richtet das LUNG verschiedene langfristige Monitoring-Projekte ein, um die Änderungen des Klimas durch den menschengemachten Klimawandel über viele unterschiedliche Indikatoren zu verfolgen.