Sonnenschein in Mecklenburg-Vorpommern

Mehr Sonnenschein in Mecklenburg-Vorpommern birgt erhöhte Risiken durch die UV-Strahlung. Welche Folgen hat die erhöhte Sonneneinstrahlung für Mensch und Natur in Ihrer Region? Hier finden Sie aktuelle Daten zum Sonnenschein im Land.

Klimafakten

Die Luftqualität in Deutschland und Europa hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Durch den Rückgang klassischer Luftschadstoffe aus Industrie und Energieerzeugung befinden sich weniger Schwefelaerosole in der Atmosphäre, die Sonnenlicht zurück ins All reflektieren. Das ist ein großer Erfolg für den Umwelt- und Gesundheitsschutz.

Gleichzeitig gelangt dadurch mehr Sonnenenergie bis zur Erdoberfläche. In Kombination mit hohen Treibhausgaskonzentrationen verstärkt dies den ohnehin aus dem Gleichgewicht geratenen Treibhauseffekt. Zudem treten häufiger stabile Hochdrucklagen auf, die mit wolkenarmen, sonnigen Wetterphasen verbunden sind. Die Zahl sonniger Tage und die sogenannte Globalstrahlung nehmen zu. Das bedeutet mehr Energie für Photovoltaikanlagen – aber auch zusätzliche Erwärmung.

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Mehr Sonnenschein im nordöstlichsten Bundesland

Die obere Abbildung zeigt die Entwicklung der durchschnittlichen Sonnenscheindauer in Mecklenburg-Vorpommern. Die dafür verwendeten Werte sind jeweils räumlich (Gebietsmittel innerhalb des Bundeslands) und zeitlich (jeweils ein Jahr) gemittelt. So ist seit 1951 jedes Jahr anhand eines Mittelwerts dargestellt. Daraus ergeben sich bis einschließlich 2025 insgesamt 75 Jahreswerte - miteinander verbunden zeigen sie die Entwicklung der Sonnenscheindauer einschließlich möglicher Trends.

Demnach steigen die durchschnittlichen Jahressummen insgesamt leicht an - mit entsprechender Variabilität sowohl hin zu deutlich mehr als auch deutlich weniger Sonnenschein in einzelnen Jahren. Der mittlere Anstieg verrät uns die gestrichelte Linie, die hier den linearen Trend darstellt. Mehr als sieben Jahrzehnte Datenaufzeichnungen zeigen verschiedene charaktieristische Zeiträume. So schien die Sonne etwa seit Mitte der 1970er Jahre in einigen Jahren verhältnismäßig wenige Stunden. Die Jahre von 1977 bis knapp Mitte der 1980er, aber auch 1998 gelten insgesamt als relativ sonnenscheinarm - vor allem im Vergleich zur Sonnenstundenausbeute der 1950er, aber auch der 2000er Jahre. Insbesondere in den letzten fünf bis sieben Jahren wurden teils neue Rekorde erzielt: So gilt 2018 mit über 2.100 Sonnenstunden nach dem Rekordsonnenscheinsommer 1959 als sonnigstes Jahr in MV seit Beginn dieser flächendeckenden Aufzeichnungen.